Harzthing – Es ist vollbracht –

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Puh, nun ist es vorüber, dieses „energetisch intensivste Wochenende des Jahres“.
„Es ist vollbracht“ sagte Eloas beim „Bardenthing“ und dieses Wort lässt sich getrost auf das gesamte Wochenende ausbreiten. Wir haben eine wichtige Arbeit geleistet und auch ausgelassen feiern können. Anastasia sagt, dass die Feste der Weden ihrer Jugend auch eine Lehre und Prüfung war, bei der sie die Kultur ihrer Ahnen erfahren konnten und immer wieder lebendig neu entstehen ließen. So fühlte sich das Harzthing auch an. Lehrreich, prüfend und farbenfroh.

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Freitag morgen fanden einige Barden und Siedlungsgründerpaare beim gemeinsamen Frühstück in der Pansion Felsengrund zusammen. Ich war sehr gerührt, fühlte mich bereits da so reich beschenkt von der Schönheit und Weisheit im Raum, dass ich erst nach und nach frühstücken konnte.

So, wie bestellt, ging kurz nach 6 eine rote Sonne auf und sollte den ganzen Tag erstrahlen lassen, wenn man mal von 3 Stunden absieht, in denen der Mond ihre Kraft milderte. Dieses partielle Sonnenfinsternis erlebte ich auf einer Bank im Sonnenschein und war schon erstaunt, wie viel kühler es währenddessen wurde. Die meisten Gäste waren zum Mittelstein aufgebrochen und besuchten dann die „alte Eiche“, dem Skorpion-Platz des Himmels auf Erden um Blankenburg im Harz. An der alten Eiche, die wahrscheinlich einer von uns vor über 400 Jahren pflanzte, ist ein mystischer Ort der einen krassen Gegensatz von Licht und Schatten verkörpert.

Ich möchte an dieser Stelle noch berichten, wie es mir/uns an der Alten Eiche, dem Skorpionplatz im Reigen der 12 Kraftorte, erging. Im Vorfeld hatte unser Geomant ja mehrmals sehr eindringlich darauf hingewiesen, dass es an diesem Tag, – direkt zum Höhepunkt der Sonnenfinsternis, – sehr dunkel und für instabiele Gemüter sogar gefährlich an diesem Ort sein könnte. So hatten wir auch vorab deutlich darauf hingewiesen, sodass jeder in sich hineinfühlen konnte, ob er mit dabei sein wollte oder nicht. Aber schon als wir beim Frühstück saßen, hatten einige von uns ein ganz klares Gefühl, dass wir zur Alten Eiche MÜSSEN und wir fühlten auch, dass wir geführt und geschützt sind. Keinerlei Angst. Was wir dann erlebten, war für mich sehr berührend. Die Energie war sehr stark, aber nicht dunkel. Das, was schon vorher am Mittelstein sehr deutlich war, gelang nun auch hier an der Alten Eiche: Eloas Gesang, in den wir einstimmten und tönten, erschuf – so fühlte es sich jedenfalls für mich an – eine Art Sphäre aus Licht, die uns umgab. Auch der mit außergewöhnlich großem Lärm auf den Schienen hinter dem Waldstück vorbeifahrende Zug konnte dies nicht zerstören. Wir haben es wie ein Symbol für das alte, was sich nochmal zeigen wollte empfunden. Ich hatte plötzlich eine ganz starke Gewissheit in mir: „Wir sind jetzt bereit, wir haben die Kraft und die Macht für die Wandlung der Erde.“ Aruna Maria von Weda Elysia

Mittags kamen nach und nach alle wieder, ruhten aus und kamen endgültig an. Nach spannenden Gesprächen fanden sich alle auf Schloss Blankenburg für Eloas‘ Eröffnungskonzert seiner Frühjahrtournee ein.
Wir befanden uns am letzten Tag von Zwillinge MIT Neumond. Ein großer Wandel und der krasse Gegensatz von Licht und Schatten lagen über diesem Abend. Irgendetwas musste schief gehen. Nun es „ging“ zwar alles gut, klang aber zunächst schief. Eloas hatte den Mut und nahm einen fremden Musiker mit auf die Bühne für zwei Lieder am Beginn. Und jeder im Saal hörte schmerzvoll den Missklang dieses „Experimentes“, dass so von Weda Elysia gar nicht gedacht gewesen war. Eloas litt auf der Bühne und wir in der ersten Reihe. Mit dem Lied „Friedvolle Krieger“, mit dem Eloas auch das Hauptthema des Wochenendes ansprach, besang er den Frieden im Inneren, der dem äußeren Frieden vorausgeht. Gerade durch die Misstöne von der Bühne war unser innerer Frieden sehr in Frage gestellt. Aber Eloas gelang in den nächsten 90 Minuten eine Wende, wir atmeten durch, das Konzert war in Gang. Nach der Pause wurde dann die Zeit knapp und nachdem erst Dieter Strobel und dann Cora mit dem für mich schönsten Lied des Abends Wandelwind auf der Bühne waren, musste ich an Eloas herantreten und ihm sagen „wir müssen Schluss machen“.
Das schmeckte ihm gar nicht, aber ich bin froh, dass er einlenkte. Thomas von Wedenland kam gar nicht zum Zug, auch wenn er sich schon den ganzen Tag gefreut hatte.
Für das geplante Feuer um Mitternacht, an dem wir dem Winter „ade“ sagen und den Frühling willkommen heißen wollten, hatte kaum noch jemand Kraft.

Samstag morgen beim Frühstück trafen dann auch endlich und heiß ersehnt Iris und Markus aus Grabow ein und wenig später sah ich Iris schon mit dem Zeitplan für die Anastasia-Festspiele zur Sommersonnenwende hantieren. Was bei so einem Treffen alles „zwischendurch“ geschieht, finde ich immer wieder erstaunlich.
Kurz vor 10 Uhr saßen dann alle im Gruppenraum und hörten nach einem gemeinsamen Gesang einen Vortrag über die Kraftorte des Harzes und ihre Relevanz für die Familienlandsitzbewegung. Als Maik die einzelnen Ahnenlinien auf einer interaktiven Deutschlandkarte zeigte, die z.B. genau über das Dies im Allgäu, das Haus von Familien Blüthner in Steinreich und das Waldgartendorf von Konstantin Kirsch liefen, waren die Anwesenden schon ergriffen. Anschließend brachen 4 Siedlungsgründerpaare zum Regenstein auf und ich durfte mit Dichtern und Sängern zum Blankenstein fahren, auf dem ein „Bardenthing“ stattfand. Ich bin allerdings auch an diesem Wochenende nur einem Menschen begegnet, den ich „Barde“ nennen würde.

Nichtsdestotrotz ließen wir in diesem intimeren Kreis die zeitlose Größe wahrer Hochkultur aufblitzen, ein Genuss für Seele und Geist, dessen Früchte ich aus der Erinnerung noch ein Weilchen genießen können werde, der uns alle wachsen ließ. Da wir uns zum Teil noch gar nicht kannten, war es kaum möglich, dass wir eine gemeinsame Initiative ergriffen. Ich bin Eloas dankbar, dass er uns rief und nehme viele Anregungen mit. Mal sehen, was sich nun im Nachspiel daraus ergibt.

Die Siedlungsgründer-Paare welche einen klaren Bezug zu den Kraftorten haben, befanden sich zeitgleich auf dem gegenüberliegenden Kraftort, dem Regen- oder genauer gesagt Ragin- Stein und bildeten den Ausgleich. Geeint in Gedanken gaben sie ihre Siedlungsvision in Gajas Schoß. In der Ahnengrotte wurden die Gedanken und Taten der Ahnen geehrt. Das Gefühl, dass unsere Ahnen über den Harz und seine Herzkräfte den Weg schon lange halten und für die Wiederkehr auf das Paradies vorbereiten, war schon sehr präsent. „Bisher wart der Weg gesperrt doch nun ist er erkannt und steht uns offen.“

Etwa 40 Menschen unterstützten beide Gruppen an zwei anderen sich gegenüberliegenden Plätzen, sodass wir ein Kreuz der 4 Elemente, der 4 Erzengel bilden konnten. Wir hinterließen ein starkes Signal im Feld dieser großen Kraftort-Anlage, die manche mit Stonehendge vergleichen, und brachten auch weit über Blankenburg hinaus Energien wieder in Fluss, die schon „all zu lang schon in der Erde geruht“.

Nach einem windigen Stelldichein mit einigen Liedern am Mittelstein ging es wieder ins Haus Felsengrund, wo eine heiße Suppe auf uns wartete.
Nach einer Verschnaufpause ging es in die zweite, ruhigere Runde der beiden „Things“. Wir Sänger und Dichter saßen oben auf dem Balkon und suchten nach gemeinsamen Terminen, sprachen über Runen, und Eloas legte uns seine Vision der Kultur – Karawane ans Herz, in der Tausende Barden und solche, die es werden wollen, auf die Straßen und öffentlichen Plätze gehen und „mit der hohen Poesie der Liebe die Welt überschütten. Wie ein Frühlingsregen werden Gedichte und Lieder unsere Erde von dem angesammelten Schmutz reinwaschen“ (Die Klingenen Zedern Russlands, Seite 14)

Im Raum unter uns tauschten die Siedlungsgründer- Paare ihre Erfahrungen aus und erreichten eine Nähe und Stärke, die unserer Bewegung ein Gerüst verleihen könnte.

Viele von uns fühlten uns am späten Nachmittag fast schon reif für’s Bett, aber wir gingen wie besprochen noch ins Restaurant und das gute Essen dort ließ uns alle wieder Kräfte sammeln und noch einen wundervollen Abend mit gemeinsamem Singen, Tango, Rumba, Kreistänzen und vielem mehr zelebrieren.

Am Sonntag stand nun noch die Friedensmenschenkette an und wir setzten bei mäßig schönem Wetter auf der weiten Fläche des Blankenburger Thie – Parkes (alter Versammlungsort unteren Ranges) mit 70 Menschen noch ein Zeichen für Frieden in der Welt einerseits und Frieden mit unseren Ahnen andererseits. Wir sangen teils alte Volkslieder, Lieder aus der DDR-Zeit und Neuschöpfungen aus unseren Reihen. Nach einer abschließenden Stille spürten einige die Reaktion des Parkes aus der Erde aufsteigen. Mächtig!

Danke für euer zahlreiches Erscheinen und all die Geschenke, die ich empfangen durfte! Auf Bald

Felix von Weda Elysia

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Über Maik

http://www.weda-elysia.de/aruna-maik

Veröffentlicht am 2. April 2015 in HarzThingAktuell und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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