Bardenkurier Weinachten 2014

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Das Jahr geht zu Ende und wir haben uns am vergangenen Sonntag wieder rund um den Bodensee zur Friedensmenschenkette getroffen. Einerseits war das wie eine Feuerwehrprobe, andererseits jedoch auch weil es gerade echt ernst wird. Inzwischen wird der mediale, aber auch der reale Druck in der Ukraine so stark, dass einige davon ausgehen, dass der durch den amerikanisch/deutschen Putsch an die Macht gekommene unrechtmäßige rechtsradikale Präsident Poroschenko noch dieses Jahr zum Krieg aufrufen wird. Die amerikanische Administration hat ihm das bereits vordiktiert und fliegt seit ein paar Tagen bereits schweres Kriegsgerät und Soldaten in die Ukraine, so zumindest diese Quelle.

Das bedeutet für mich, dass Weihnachten für mich ein Fest des materiellen Verzichtes wird, da ich dadurch nur wieder globale Konzerne füttern würde, die auf bestimmte Weise in die Kriege der Welt verwickelt sind. So rate ich uns allen, schaut beim Einkauf doch darauf, dass die Dinge regional und/oder fair hergestellt wurden. Dass die Handwerker und die Künstler, Bauern und Bürger dahinter stehen und keine Konzerne. Lasst uns die Bank wechseln, z.B. zur GLS Gemeinschaftsbank oder das Waschmittel – nicht mehr Pseudo-Öko-Frosch, sondern Sonett. Oder suchen wir über Ecosia und nicht mehr Google. Nicht mehr Facebook, sondern die Informisten (wir werden da langsam auch hinwandern). Nicht mehr Iphone, sondern Fairphone. Nicht mehr Supermarkt, sondern Bauernmarkt und Bioladen. Nicht mehr gentechnische Kinderarbeit-Hose, sondern Biobaumwolle. Usw usw… Ein amerikanisches (TIPP) oder kanadisches (CETA) Freihandelsabkommen würde jedenfalls unser Land mit noch wesendlich mehr unfairem Konzernschrott fluten, das ist klar.

Wir sind der Wandel, wir sind der Frieden.
Das müssen wir erst üben und lernen, das ist harte Arbeit und macht Riesenspass. Die Politiker treiben uns nur in immer neue Schwierigkeiten, weil sie dieser Überflutung durch all die Lobby-Lügen hilflos ausgeliefert sind. Entlassen wir sie ihres Amtes, sie sind im Dauer-Burnout.

Wir sind das Volk und alle Staatsgewalt geht vom Volke aus – so steht es in der Verfassung.
Diese sollten wir wieder einführen. Dafür brauchen wir als Volk unsere Souveränität zurück. Ich träume von Frieden und Demokratie. Ich habe gehört, das gab es mal bei den alten Griechen. Die Schweizer machen so ein bisschen was ähnliches.

Das alles steht auf meinem Wunschzettel, auch, dass ich nächstes Jahr mein neues Album “Die blaue Blume” herausbringen kann.
Dass sich Sponsoren dafür finden, da ich selbst als Künstler hier in Deutschland in den letzten Jahren so an die Wand gefahren wurde, dass ich es nicht mehr alleine stemmen kann.

Ich wünsche mir auch, dass sich viele Menschen finden, die mit mir nun die “Stiftung für neue Barden, Kunst und Kultur” aufs Gleis wuchten, damit wir als Künstler hierzulande in dieser wichtigen Zeit weiter arbeiten können. Denn es sind immer die Kulturschaffenden, die den Wandel eingeleitet haben, nicht die Politiker. Die Wissenschaftler und Politiker arbeiten aus der Erfahrung der Vergangenheit heraus, die Künstler und Philosophen arbeiten aus der Inspiration der Zukunft. Wenn ein Land seine Künstler einspart, dann muss es geistig verarmen. Lest Goethe, Schiller, Herder, Lessing und alle anderen deutschen Dichter und Denker, denn das ist wie eine Bio-Möhre, da ist noch echt was drin!!
Auch wünsche ich mir, dass meine Post ankommt bei den Menschen, dass sie sie nicht nur konsumieren, sondern verdauen und wertschätzen können.
Ich bin einer der wenigen hauptberuflichen Liedermacher/Barden Deutschlands, die keinen Konzern im Rücken haben. Ich möchte, dass wir viele werden. Ich wünsche mir, dass unsere Musik der kommerziellen vorgezogen wird, weil sie echt ist, weil sie Macken hat, handgeschnitzt ist – und inspiriert. Ich wünsche mir, dass wir mehr verstanden werden in unserer eigentlichen Aufgabe. Wir sind keine Unterhaltungskünstler. Wir sind eigentlich die Stimme des Volkes. Unsere Lieder sprechen vielen von Euch tief aus der Seele. Wir haben das, wovon wir singen selbst erlebt, erlitten, erliebt.

Wir wollen von Euch getragen sein, denn wir haben sonst niemand, der uns trägt. Wir bekommen keine Gema, keine GEZ und meistens bekommen wir auch nichts vom Kulturbudget ab. Die Konzerne jagen uns noch die wenigen Marktanteile ab, indem sie scheinbar handgestrickte Internet-Liedermacher ins Rennen schickt, die aber in Wirklichkeit auch nur aus ihrer Retorte stammen.

Deshalb muss man genau hinhören, wir sind sehr leise geworden in dieser lauten Zeit. Auch wir mussten uns anpassen. Auch wir verkaufen CDs und neuerdings MP3s. Das hält uns am Leben.

Auf meinem Wunschzettel steht dieses Jahr, dass ich noch eine weitere Runde gehen kann. Dass wir die Stiftung schneller finanziell gut aufgestellt bekommen, bevor man mich und viele andere Musiker aus unserer Nische komplett entfernt hat.

Ich habe nun endlich mal ein paar Minuten Zeit gefunden, eines meiner neuen Lieder als noch etwas holprige Demoversion aufzunehmen, um mal einen kleinen lyrischen Eindruck zum neuen Album entstehn zu lassen. Ich schenke es Euch.

 

Dann gibt es da noch ein besonderes Angebot, welches wir uns für Weihnachten ausgedacht haben:
Jeder Mensch der das Album ICH-Botschaften kauft, erhält dazu noch die CD Pilgerreise dazu. Das wird dann einfach gratis beigelegt.
Pilgerreise Immergrün ist einerseits eine professionell aufgenommene Live-CD mit allen neun Musikern der nicht mehr existenten alten Barden-Band und gleichzeitig ist sie ein Konzeptalbum. Zwischen den Liedern je ein Gedicht mit Monocord untermalt führt zum nächsten Lied hin. Die Krönung bildet das Immergrün-Lied, welches ein 15-minütiger musikalischer Reisebericht hin zum Herdfeuer der eigenen Seele ist. Im Ganzen ist das Album eine Art Minnegesang an das Leben, an die Liebe in seiner vergänglichen und ewigen Form.

Ganz oben auf meinem Wunschzettel steht: Möge ich den Frieden in mir weiterentwickeln, dass er zu einer Leuchtspur wird, der wiederum meine Nächsten erfasst, dass sie zur Leuchtspur des Friedens werden, die wiederum andere erfasst…

Mögest Du den Frieden in Dir erfahren, und die zwölf heiligen Nächte in seiner Tiefe.
Von Herzen alles Gute Dir zur Weihe-Nacht, zur Wintersonn-Wende, zur Dunkel-Nacht.

Eloas Mín Barden

PS: Seid bis Ende Januar jeden Samstag um 19 Uhr willkommen zum Jurtenkonzert zu Musik und Gespräch bei Tee und Knabberei.

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Über Maik

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Veröffentlicht am 25. Dezember 2014, in Bardenkurier. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Bardenkurier Weinachten 2014.

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